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SUMMARY:Ausstellung "Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale"
DESCRIPTION:Eine Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 21.05. bis 07.06. in der Feuerwache Magdeburg. Im Rahmen der Ostdeutschland-Konferenz wird die Ausstellung eröffnet.\n \nDie Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen\, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung.9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4\,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit „markttauglich“ machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie gingen sie mit dieser „Schocktherapie“ um? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche? \nDavon erzählt die Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie gibt einen Einblick in die Vielzahl der Lebenswege. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft. Die meisten ostdeutschen Familien waren vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen\, ihr ausgeliefert. Sie erlebten die Treuhandanstalt als Schicksalsmacht. \nDie Rosa-Luxemburg-Stiftung lässt Zeitzeug:innen zu Wort kommen\, deren Lebensgeschichte durch das Agieren der Treuhandanstalt unmittelbar beeinflusst wurde. Sie waren zur Wendezeit beispielsweise Schlosser auf der Neptunwerft Rostock\, Kranführerin im Stahlwerk Riesa\, Maurer im Chemiekombinat Buna\, Kumpel im Kaliwerk Bischofferode oder Fernsehelektronikerin in Oberschöneweide. Als lebensgroße Porträts treten sie den Besucher:innen in der Ausstellung buchstäblich auf Augenhöhe gegenüber und berichten von ihren Erfahrungen. Über QR-Code können kurze Sequenzen aus ihren Erzählungen angehört werden\, in denen sich die damalige Stimmungslage auch heute noch widerspiegelt. \nDabei zeigt sich: Die hier geschilderten Erlebnisse und Empfindungen stehen beispielhaft für die Lebensgeschichten von Millionen Ostdeutscher\, die durch Privatisierungen\, Betriebsschließungen und Massenentlassungen – zeitweilig oder dauerhaft – an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Besonders bitter für die Betroffenen war\, dass die Treuhandanstalt auf individuelle Lebensleistungen\, berufliche Qualifikationen und Kenntnisse aus 40 Jahren DDR ebenso wenig Rücksicht nahm wie auf Emanzipationserfahrungen der Jahre 1989/90. \nDer Eintritt ist kostenlos.
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DESCRIPTION:Auch nach über drei Jahrzehnten nach der Wende sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland nicht von der Hand zu weisen. Deutlich niedrigere Löhne durch eine geringere Tarifbildung\, erstarkende rechte Strukturen und die ungleiche Verteilung von Reichtum im Vergleich zum Westen prägen auch heute noch das Bild vom Osten. Gleichzeitig herrscht wieder Goldgräberstimmung\, seitdem einige Halbleiter-Giganten verkündet haben\, sich im deindustrialisierten Osten anzusiedeln oder ihre Standort auszubauen. \nEigentlich allerhand zu tun für progressive linke Kräfte könnte man meinen\, aber zwischen AfD und Abstiegsangst wird konstant versäumt\, die spezifischen ostdeutschen sozialen und ökonomischen Verhältnisse zu betrachten\, miteinander in Beziehung zu setzen und daraus Schlüsse für eine durchdachte politische Praxis zu treffen – höchste Zeit\, das zu ändern! \nAm 25. Mai 2024 laden wir alle Interessierten zur Ostdeutschland-Konferenz im Kulturzentrum Feuerwache ein. Mit der Veranstaltung wollen wir eine Austauschplattform zum Informieren\, Vernetzen und Diskutieren bieten. Euch erwarten wissenschaftsbasierte Inputs\, Diskussionsrunden mit Expert:innen und Aktivist:innen und vieles mehr. \nAlle Infos zum Programm: https://sozialkombinat-ost.de/2024/03/19/programm-der-ostdeutschland-konferenz-am-25-mai-in-magdeburg-online/ \nZur Anmeldung für die Konferenz: https://sozialkombinat-ost.de/2024/03/20/start-der-anmeldung-zur-ostdeutschland-konferenz-am-25-mai/
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